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Pflegebox kostenlos bestellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Veröffentlicht am 4. Juni 2026 | Aktualisiert am 12. Juli 2026 | 9 min Lesezeit

Sie pflegen einen Angehörigen und brauchen regelmäßig Handschuhe, Desinfektion und Bettschutz? Mit der Pflegebox von Alltagsengel erhalten Sie jeden Monat Pflegehilfsmittel im Wert von bis zu 42 € — komplett kostenlos, bezahlt von der Pflegekasse. Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch die Bestellung: von der Anspruchsprüfung über den Antrag bis zur ersten Lieferung. Und sie erklärt, was Sie tun können, wenn die Pflegekasse einmal ablehnt.

42 € monatlich — Ihr Anspruch nach §40 SGB XI

Das Sozialgesetzbuch garantiert jedem Menschen mit Pflegegrad 1–5 einen monatlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Die Pflegekasse zahlt bis zu 42 € pro Monat — das sind bis zu 504 € pro Jahr. Ihr Eigenanteil: 0 €. Die Pauschale wurde zum 01.01.2025 von 40 € auf 42 € erhöht.

Trotzdem nutzen Millionen Pflegebedürftige diese Leistung nicht — weil sie davon nicht wissen oder den Antrag scheuen. Dabei ist der Weg zur kostenlosen Pflegebox bewusst einfach gehalten: Ein ärztliches Rezept ist nicht nötig, der anerkannte Pflegegrad genügt als Nachweis. Welche Produkte im Detail erstattungsfähig sind, erklärt unser Ratgeber Pflegehilfsmittel nach §40 SGB XI.

Wichtig zu wissen: Die 42 € sind eine Monatspauschale. Nicht genutzte Beträge verfallen am Monatsende und lassen sich — anders als der Entlastungsbetrag von 131 €/Monat, der bis zum 30. Juni des Folgejahres angespart werden kann — nicht übertragen. Eine laufende monatliche Lieferung schöpft das Budget deshalb am besten aus.

Anspruchsvoraussetzungen im Detail: Wer bekommt die Pflegebox?

Der Anspruch nach §40 SGB XI ist an drei Bedingungen geknüpft — und alle drei sind bewusst niedrigschwellig gehalten:

  • Anerkannter Pflegegrad 1 bis 5: Schon der niedrigste Pflegegrad genügt. Gerade bei Pflegegrad 1, wo es weder Pflegegeld noch Pflegesachleistungen gibt, ist die Pflegebox eine der wenigen Leistungen, die voll ausgeschöpft werden können.
  • Pflege in häuslicher Umgebung: Zu Hause, bei Angehörigen oder in einer Wohngemeinschaft — nicht im Pflegeheim. Dort stellt die Einrichtung die Hygieneprodukte.
  • Pflege durch Angehörige, Freunde, Nachbarn oder einen ambulanten Dienst: Die Pflege muss mindestens teilweise nicht-professionell erfolgen.

Damit steht die Pflegebox praktisch jedem Pflegehaushalt zu. Auch privat Pflegeversicherte haben denselben Anspruch — die Abwicklung läuft dort je nach Versicherer über Kostenerstattung. Sie sind unsicher, ob ein Pflegegrad vorliegt oder beantragt werden sollte? Unser kostenloser Pflegegrad-Check gibt Ihnen in wenigen Minuten eine erste Einschätzung.

Das ist in der Pflegebox

  • Einmalhandschuhe — Latex oder Nitril, in verschiedenen Größen
  • Händedesinfektion — für die tägliche Hygiene vor und nach der Pflege
  • Flächendesinfektion — für Pflegebett, Nachttisch und Hilfsmittel
  • Bettschutzeinlagen — saugstark und hautfreundlich, zum Einmalgebrauch
  • Mund-Nasen-Schutz / FFP2-Masken — Schutz bei der Pflege
  • Schutzschürzen — Einmalschürzen für den Pflegealltag

Alle Produkte stammen aus dem Pflegehilfsmittelverzeichnis der Pflegekassen (Produktgruppe 54) — nur so ist die volle Erstattung gesichert. Bei Alltagsengel wählen Sie zwischen der Basis-Box (Grundversorgung) und der Komfort-Box, die die Kassenerstattung maximal ausschöpft. Alle Details zu den Paketen finden Sie auf unserer Pflegebox-Seite.

Schritt 1: Anspruch prüfen — Pflegegrad und häusliche Pflege

Bevor Sie bestellen, klären Sie zwei Fragen: Liegt ein anerkannter Pflegegrad (1–5) vor? Und wird die pflegebedürftige Person zu Hause versorgt? Wenn Sie beide Fragen mit Ja beantworten, steht dem Anspruch nichts im Weg. Halten Sie für die Bestellung den Pflegegrad-Bescheid und die Versichertennummer bereit — mehr Unterlagen brauchen Sie nicht.

Falls noch kein Pflegegrad vorliegt, lohnt sich der Antrag bei der Pflegekasse fast immer: Schon Pflegegrad 1 öffnet den Zugang zur Pflegebox und zum Entlastungsbetrag. Der Pflegegrad-Check von Alltagsengel hilft Ihnen bei der Einschätzung, und in einem kostenlosen Beratungstermin besprechen wir gemeinsam, welche Leistungen Ihnen zustehen.

Schritt 2: Box auswählen und kostenlos registrieren

Die eigentliche Bestellung dauert etwa zwei Minuten: Sie registrieren sich kostenlos bei Alltagsengel — online oder in der App — und wählen Ihre Wunsch-Box aus. Die Basis-Box deckt die Grundversorgung ab, die Komfort-Box nutzt die 42-€-Pauschale vollständig aus. Bei beiden gilt: 0 € Eigenanteil, keine Versandkosten, keine Vertragsbindung.

Schon bei der Auswahl legen Sie fest, welche Produkte in welcher Menge und Größe enthalten sein sollen — etwa Handschuhe in Größe M statt L oder mehr Bettschutzeinlagen und weniger Schürzen. Keine Sorge: Diese Zusammenstellung ist nicht in Stein gemeißelt, Sie können sie später jederzeit ändern.

Schritt 3: Pflegegrad angeben und Vollmacht unterschreiben

Im nächsten Schritt geben Sie den Pflegegrad, die Pflegekasse und die Versichertendaten der pflegebedürftigen Person an. Damit Alltagsengel den Antrag für Sie stellen darf, unterschreiben Sie einmalig eine Vollmacht — digital, ohne Ausdrucken und ohne Behördengang. Das ist der einzige Papierkram der gesamten Bestellung, und auch der läuft komplett online.

Bestellen kann übrigens auch ein Angehöriger für die pflegebedürftige Person — zum Beispiel die Tochter für die Mutter. Wichtig ist nur, dass die Angaben zur versicherten Person gehören, für die der Pflegegrad anerkannt wurde.

Schritt 4: Alltagsengel stellt den Antrag bei der Pflegekasse

Jetzt sind wir dran: Alltagsengel füllt den Antrag auf Pflegehilfsmittel aus, reicht ihn bei Ihrer Pflegekasse ein und übernimmt die gesamte Kommunikation. Der Antrag besteht aus einem kurzen Formular mit Versichertendaten, Pflegegrad und der gewünschten Produktzusammenstellung. Ein ärztliches Rezept ist nicht erforderlich — der Pflegegrad genügt als Nachweis. Sie müssen in dieser Phase nichts weiter tun.

Was passiert nach der Bestellung? Genehmigung und erste Lieferung

Die Genehmigung durch die Pflegekasse dauert in der Regel wenige Tage bis zwei Wochen. Sobald sie vorliegt, gilt sie dauerhaft: Solange der Pflegegrad besteht, läuft die monatliche Lieferung automatisch weiter — Sie müssen den Antrag nicht jedes Jahr erneuern. Die erste Box kommt innerhalb weniger Werktage direkt zu Ihnen nach Hause, versandkostenfrei.

Ab dann funktioniert alles von selbst: Jeden Monat kommt eine neue Box, die Abrechnung läuft direkt zwischen Alltagsengel und Ihrer Pflegekasse. Sie sehen keine Rechnung, reichen keine Quittungen ein und zahlen keinen Cent dazu. Auch bei einem Kassenwechsel kümmern wir uns um die Umstellung — die Genehmigung muss dann bei der neuen Pflegekasse neu beantragt werden, die Lieferung läuft in der Regel ohne Unterbrechung weiter.

Box-Inhalt individuell anpassen

Der Pflegebedarf ändert sich — und die Pflegebox sollte mitgehen. Deshalb können Sie die Zusammenstellung jederzeit in der App anpassen: Produkte tauschen, Mengen erhöhen oder reduzieren, Größen ändern. Die Anpassung gilt ab der nächsten Monatslieferung.

  • Handschuhgröße richtig wählen: Zu große Handschuhe rutschen, zu kleine reißen. Meist passt S/M für Frauen und M/L für Männer — bei Latexallergie Nitril wählen.
  • Bettschutz nach Bedarf dosieren: Bei leichter Inkontinenz genügen wenige Einlagen pro Woche, bei stärkerer lohnt der tägliche Wechsel.
  • Verbrauch beobachten: Je nach Pflegeintensität werden schnell 100 bis 200 Handschuhe im Monat verbraucht — passen Sie die Menge an, statt Produkte zu horten, die Sie nicht brauchen.

Pflegebox vs. Einzelkauf: Warum sich die Box lohnt

Handschuhe und Desinfektionsmittel gibt es natürlich auch in Apotheke und Drogerie — aber dann zahlen Sie selbst, obwohl Ihnen die Kasse 42 € monatlich erstattet. Die Kostenerstattung für Einzelkäufe ist zwar theoretisch möglich, scheitert in der Praxis aber oft: Jede Quittung muss einzeln eingereicht werden, nicht gelistete Produkte werden abgelehnt, und wer einen Monat vergisst, verliert die Pauschale ersatzlos.

Die Pflegebox löst alle drei Probleme auf einmal: Es kommen ausschließlich erstattungsfähige Produkte aus dem Hilfsmittelverzeichnis, die Abrechnung läuft direkt mit der Pflegekasse, und die monatliche Lieferung stellt sicher, dass kein Anspruch verfällt. Dazu kommt der praktische Vorteil: keine schweren Einkäufe, kein Vergessen, kein Vergleichen von Packungsgrößen — das Material ist einfach da, wenn es gebraucht wird.

Wechsel von einem anderen Anbieter zu Alltagsengel

Sie beziehen schon eine Pflegebox, sind aber unzufrieden — etwa wegen starrer Zusammenstellung, schlechter Erreichbarkeit oder Papierformularen? Der Wechsel ist unkompliziert: Pflegebox-Abos haben keine Mindestlaufzeit, Sie können beim bisherigen Anbieter jederzeit kündigen.

  1. Beim alten Anbieter kündigen: Formlos per E-Mail genügt in der Regel. Notieren Sie sich, bis wann die letzte Box geliefert wird.
  2. Bei Alltagsengel bestellen: Registrieren, Box wählen, Vollmacht unterschreiben — wie in den Schritten oben beschrieben.
  3. Umstellung abwarten: Wir informieren Ihre Pflegekasse, dass die Versorgung künftig über Alltagsengel läuft. So wird die 42-€-Pauschale nicht doppelt abgerechnet und es entsteht keine Versorgungslücke.

Ihr Anspruch geht beim Wechsel nicht verloren — die Pauschale ist an die versicherte Person gebunden, nicht an den Anbieter.

Typische Ablehnungsgründe — und was Sie dann tun können

Ablehnungen sind bei der Pflegebox selten, kommen aber vor. Die häufigsten Gründe — und wie Sie darauf reagieren:

  • Kein anerkannter Pflegegrad: Ohne Pflegegrad kein Anspruch nach §40 SGB XI. Lösung: Pflegegrad bei der Pflegekasse beantragen — unser Pflegegrad-Check zeigt, ob sich der Antrag lohnt.
  • Versorgung im Pflegeheim: Der Anspruch gilt nur für die häusliche Pflege. Bei vollstationärer Versorgung stellt die Einrichtung die Hygieneprodukte.
  • Pauschale bereits ausgeschöpft: Läuft noch ein Vertrag mit einem anderen Anbieter, lehnt die Kasse die Doppelversorgung ab. Lösung: Beim alten Anbieter kündigen und den Wechsel wie oben beschrieben durchführen.
  • Fehlende oder unvollständige Angaben: Falsche Versichertennummer oder fehlende Vollmacht verzögern die Genehmigung. Bei Alltagsengel prüfen wir die Unterlagen vor dem Einreichen — und haken bei der Kasse nach, wenn etwas fehlt.

Wichtig: Eine Ablehnung ist kein endgültiges Nein. Gegen einen ablehnenden Bescheid können Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. In den meisten Fällen lässt sich das Problem aber schon vorher lösen — sprechen Sie uns einfach an, wir kennen die Anforderungen der Pflegekassen und helfen bei der Klärung.

Pflegebox mit anderen Leistungen kombinieren

Die 42 € für Pflegehilfsmittel sind ein eigenständiger Anspruch — sie werden auf keine andere Leistung angerechnet, weder auf das Pflegegeld noch auf den Entlastungsbetrag von 131 €/Monat. Auch technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten oder Hausnotruf laufen separat und mindern die Pauschale nicht. Zusammen mit dem Entlastungsbetrag stehen so schon bei Pflegegrad 1 monatlich 173 € an konkreten Leistungen bereit.

Welche Budgets Ihnen insgesamt zustehen und wie Sie sie kombinieren, besprechen wir gern persönlich — vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen Termin.

Warum Alltagsengel statt andere Anbieter?

  • Alles digital: Kein Papierkram, alles in der App
  • Antrag inklusive: Wir kümmern uns um die Pflegekasse
  • Flexibel: Inhalt anpassbar, jederzeit kündbar
  • Regional: Sitz in Frankfurt, Lieferung deutschlandweit
  • Sozial: 1 € jeder Bestellung geht an Kinder und Familien in Not

Häufige Fragen zur Pflegebox

Ist die Pflegebox wirklich kostenlos?

Ja. Bei anerkanntem Pflegegrad (1–5) übernimmt die Pflegekasse nach §40 SGB XI bis zu 42 € monatlich für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch. Ihr Eigenanteil beträgt 0 €.

Was ist in der Pflegebox enthalten?

Einmalhandschuhe, Händedesinfektion, Flächendesinfektion, Bettschutzeinlagen, Mund-Nasen-Schutz und Schutzschürzen. Den Inhalt können Sie in der App individuell anpassen.

Wie bestelle ich die Pflegebox?

Registrieren Sie sich kostenlos bei Alltagsengel, geben Sie Ihren Pflegegrad an, und wir kümmern uns um den Antrag bei Ihrer Pflegekasse. Die erste Box kommt innerhalb weniger Werktage.

Muss ich einen Antrag bei der Pflegekasse stellen?

Nein — wir übernehmen die komplette Antragstellung und Abrechnung mit Ihrer Pflegekasse. Sie unterschreiben nur einmalig eine Vollmacht, den Rest erledigt Alltagsengel.

Brauche ich ein Rezept vom Arzt für die Pflegebox?

Nein. Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch genügt der anerkannte Pflegegrad als Nachweis. Der Antrag geht direkt an die Pflegekasse — ganz ohne Arztbesuch.

Wie oft wird die Pflegebox geliefert?

Monatlich, automatisch und direkt zu Ihnen nach Hause. Ohne dass Sie sich jeden Monat neu darum kümmern müssen — die Lieferung ist versandkostenfrei.

Kann ich von einem anderen Pflegebox-Anbieter wechseln?

Ja, jederzeit. Sie kündigen beim alten Anbieter — es gibt keine Mindestlaufzeiten — und bestellen bei Alltagsengel neu. Wir stellen den Antrag bei Ihrer Pflegekasse auf uns um, damit die 42-€-Pauschale nicht doppelt abgerechnet wird.

Kann ich die Pflegebox jederzeit kündigen?

Ja. Keine Bindung, keine Mindestlaufzeit. Sie können jederzeit kündigen oder pausieren — zum Beispiel während eines Krankenhausaufenthalts.

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